Archiv des Autors: Daniel Müller

Rezension: Hamnet

Bewertung: 6 – Hervorragend: Richtig gut, klare Empfehlung

William Shakespeare als Person ist und bleibt ein gewisses Mysterium. Das meiste was man über diesen Mann weiß, stammt aus öffentlichen Dokumenten oder aus Referenzen von anderen Autoren aus seiner Zeit. Das eröffnet einen großen Raum für Interpretationen und Vermutungen über das Leben von Shakespeare und seine Werke.

Bevor ich den Film „Hamnet“ gesehen habe, hatte ich schon gelesen, dass der Film eine Verbindung zwischen dem Theaterstück Hamlet und dem mit 11 Jahren verstorbenen Sohn von William Shakespeare, Hamnet, herstellt. Auf Grund dessen hatte ich vermutet, dass das Theaterstück einen Großteil des Films ausmacht. Die Vermutung war nicht richtig. Stattdessen hat sich der Film viel Zeit gelassen, das Leben von Shakespeare und seiner Frau Agnes darzustellen. Der Film erzählt in sehr ruhigen Bildern vom Kennenlernen der beiden, über die Hochzeit bis hin zum Familienleben mit drei Kindern. Man erhält einen Einblick in das Leben im Spätmittelalter und in die Anfänge und den Erfolg von Shakespeares Schaffen. Dramatisch wird es dann als zuerst das jüngste Mädchen schwer erkrankt und anschließend der einzige Sohn, Hamnet. Wie zuvor erwähnt verstirbt Hamnet leider, welches einen dramatischen Bruch im Leben der Familie darstellt. Im letzten Abschnitt des Films geht es dann um die Trauer der beiden Eltern und wie verschieden sich diese äußert bzw. wie verschieden Agnes und William die Trauer verarbeiten. Ein wichtige Rolle nimmt hierbei das Theaterstück Hamlet ein.

Die ruhige Erzählweise, das glückliche Familienleben, das Drama um die erkrankten Kinder und die Trauer der Eltern haben mich insgesamt berührt. Die Schauspieler sind hervorragend. Nicht umsonst hat die Darstellerin der Agnes einen Oscar bekommen für ihre Leistungen bekommen. Die Bilder sind stark gewählt und auch die Verbindung zwischen dem Sohn und dem Stück Hamlet ist authentisch und nachvollziehbar erzählt (wenn auch durch keine Quellen belegt). Meine Begleitung und ich haben uns noch eine ganze Weile nach dem Film darüber unterhalten. Als Familienväter sind uns manche Szenen besonders im Gedächtnis geblieben.

Alles in allem ist dieser Film nicht nur etwas für Shakespeare-Kenner, sondern ein richtig guter, emotionaler Film. Für mich eine ganz klare Empfehlung!

PS: Einen guten Artikel zum Film, bzw. Agnes und Shakespeares Sohn habe ich noch bei der BBC gefunden.

Ist das jetzt gut oder nicht?

Wenn ihr durch meine vergangenen Beiträge scrollt, findet ihr Posts über Bücher (z.B. über die Bücher, die ich 2024 gelesen habe), über Filme (z.B. über den Film Sabotage) oder auch über Rollenspiele (z.B. hier ein Beitrag aus 2013). Manchmal findet ihr in diesen Beiträgen eine Rezension und Bewertung des jeweiligen Mediums. Dabei greife ich hin und wieder auf eine Bewertungsskala zurück, die ich von anderen Plattformen kenne.

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Debatte um Bekenntnisschulen in Löhne – Teil 3

In diesem dritten Beitrag zur Reihe über Bekenntnisschulen in Löhne, möchte ich kurz auf die Initiative der Eltern eingehen, die Bekenntnisschulen umzuwandeln. Diese Initiative hat einige Reaktionen in der Lokalpolitik ausgelöst und das Thema beschäftigt auch weiterhin den Löhner Stadtrat. Diese Entwicklungen möchte ich hier kurz zusammenfassen. Den Großteil des Beitrages möchte ich jedoch nutzen, die Positionen der Parteien zu kommentieren.

Auch hier noch einmal der Disclaimer: Ich bin gewähltes Mitglied der Elternvertretung an der Grundschule meiner Tochter. Diese ist einer der Bekenntnisschulen in Löhne. Die hier veröffentlichten Beiträge sind jedoch ausdrücklich nicht im Namen der Elternvertretung geschrieben, sondern werden von mir als privat engagiertes Elternteil veröffentlicht.

In dieser Reihe sind bisher erschienen:

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Debatte um Bekenntnisschulen in Löhne – Teil 2

Mit dem vorherigen Beitrag sind wir in das Thema der Bekenntnisschulen eingestiegen. Dort habe ich erklärt was eine Bekenntnisschule ist, was sie von Gemeinschaftsschulen unterscheidet und welchen Weg es in NRW gibt, um die Art der Grundschule zu ändern. Zusätzlich habe ich auch aufgezeigt, dass die Situation der Grundschulen in Löhne sehr anders ist als im restlichen Kreis Herford bzw. im Rest von NRW. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden, um zum Beispiel Positionen in der Schulleitung zu besetzen, sind in Löhne akut vorhanden. Auf Grund dieser Situation, hat die Stadtverwaltung Löhne entschieden, einen entsprechenden Antrag in den politischen Gremien der Stadt einzubringen, der ein Abstimmungsverfahren an den Löhner Bekenntnisschulen in Gang setzen soll. Was mit diesem Antrag passiert ist und welche Positionen die örtlichen Parteien einnehmen, soll in diesem Beitrag erläutert werden.

Doch zunächst auch hier noch einmal der Disclaimer: Ich bin gewähltes Mitglied der Elternvertretung an der Grundschule meiner Tochter. Diese ist einer der Bekenntnisschulen in Löhne. Die hier veröffentlichten Beiträge sind jedoch ausdrücklich nicht im Namen der Elternvertretung geschrieben, sondern werden von mir als privat engagiertes Elternteil veröffentlicht.

In dieser Reihe sind bisher erschienen:

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Debatte um Bekenntnisschulen in Löhne

Lokalpolitik ist spannend, oft aber leider auch frustrierend. So auch in diesem Fall, bei dem es um Bekenntnisschulen in Löhne geht, was das genau für die Schulen bedeutet und wie die Politik eine mögliche Verbesserung der Situation dieser Grundschulen blockiert. Da meine Tochter seit diesem Schuljahr auf eine betroffene Grundschule geht, sind wir relativ nah an der Thematik dran. Daher starte ich eine kleine Reihe von Beiträgen, um das Thema aus meiner Sicht zu schildern und ein paar Äußerungen aus der Politik zu kommentieren. Gleichzeitig sollen diese Beiträge für mich auch eine Art kleines Nachschlagewerk werden, in dem ich Fakten und Argumente sammle, auf die man dann im Gespräch mit Eltern oder Vertretern der Lokalpolitik zurück greifen kann.

Kurzer Disclaimer vorab: Ich bin gewähltes Mitglied der Elternvertretung an der Grundschule meiner Tochter, jedoch sind die Beiträge auf dieser Seite ausdrücklich nicht im Namen der Elternvertretung geschrieben, sondern rein werden von mir als privat engagiertes Elternteil veröffentlicht.

Mit dem Beitrag heute will ich einen kurzen Überblick über Bekenntnis- und Gemeinschaftsschulen geben und über ein paar gesetzliche Vorgaben, die in diesem Zusammenhang relevant sind. Als dritten Typ gibt es auch noch Weltanschauungsschulen, auf die ich aber nicht näher eingehen werde, da sie für diese Beiträge keine Rolle spielen. Sämtliche Ausführungen beziehen sich auf Grundschulen in NRW.

In dieser Reihe sind bisher erschienen:

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