Rezension: Project Hail Mary

Bewertung: 6 – Hervorragend: Richtig gut, klare Empfehlung

Der Film „Project Hail Mary“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Andy Weir. Vor ein paar Monaten habe ich mit einem Freund über das Buch gesprochen, welches er mir sehr empfohlen hat. Da zu dem Zeitpunkt schon fest stand, dass der Film dazu in diesem Jahr veröffentlich wird, hatte ich mir darauf hin das Buch gekauft und quasi als Vorbereitung gelesen.

Das Buch fand ich schon klasse. Die Geschichte über Ryland Grace, der am Anfang des Buches keinerlei Erinnerungen hat und man als Leser gemeinsam mit der Hauptfigur des Buches herausfindet was los ist, wird richtig gut erzählt. Die wissenschaftliche Herangehensweise von Ryland Grace, die schwerwiegenden Entscheidungen, die getroffen werden und die Überraschungen, die im Buch auf einen warten, haben die Vorfreude auf den Film angefacht.

Diese Vorfreude wurde nicht enttäuscht. Der Film liefert eine hervorragende Umsetzung des Buches. Ryan Gosling als Ryland Grace und Sandra Hüller als Eva Stratt zeigen eine tolle schauspielerische Leistung. Es gibt noch einen weiteren Star des Films, der die Herzen des Zuschauers gewinnt. Auf weitere Details verzichte ich, um nicht zu spoilern 😉

Ich kann den Film ganz klar empfehlen. Er bietet eine super Unterhaltung und hat eine gute Mischung aus Spannung und Humor. Wer es schafft, den Film noch im Kino zu gucken, sollte diese Möglichkeit wahrnehmen. Für die visuelle Darstellung lohnt sich die große Leinwand.

Rezension: Hamnet

Bewertung: 6 – Hervorragend: Richtig gut, klare Empfehlung

William Shakespeare als Person ist und bleibt ein gewisses Mysterium. Das meiste was man über diesen Mann weiß, stammt aus öffentlichen Dokumenten oder aus Referenzen von anderen Autoren aus seiner Zeit. Das eröffnet einen großen Raum für Interpretationen und Vermutungen über das Leben von Shakespeare und seine Werke.

Bevor ich den Film „Hamnet“ gesehen habe, hatte ich schon gelesen, dass der Film eine Verbindung zwischen dem Theaterstück Hamlet und dem mit 11 Jahren verstorbenen Sohn von William Shakespeare, Hamnet, herstellt. Auf Grund dessen hatte ich vermutet, dass das Theaterstück einen Großteil des Films ausmacht. Die Vermutung war nicht richtig. Stattdessen hat sich der Film viel Zeit gelassen, das Leben von Shakespeare und seiner Frau Agnes darzustellen. Der Film erzählt in sehr ruhigen Bildern vom Kennenlernen der beiden, über die Hochzeit bis hin zum Familienleben mit drei Kindern. Man erhält einen Einblick in das Leben im Spätmittelalter und in die Anfänge und den Erfolg von Shakespeares Schaffen. Dramatisch wird es dann als zuerst das jüngste Mädchen schwer erkrankt und anschließend der einzige Sohn, Hamnet. Wie zuvor erwähnt verstirbt Hamnet leider, welches einen dramatischen Bruch im Leben der Familie darstellt. Im letzten Abschnitt des Films geht es dann um die Trauer der beiden Eltern und wie verschieden sich diese äußert bzw. wie verschieden Agnes und William die Trauer verarbeiten. Ein wichtige Rolle nimmt hierbei das Theaterstück Hamlet ein.

Die ruhige Erzählweise, das glückliche Familienleben, das Drama um die erkrankten Kinder und die Trauer der Eltern haben mich insgesamt berührt. Die Schauspieler sind hervorragend. Nicht umsonst hat die Darstellerin der Agnes einen Oscar bekommen für ihre Leistungen bekommen. Die Bilder sind stark gewählt und auch die Verbindung zwischen dem Sohn und dem Stück Hamlet ist authentisch und nachvollziehbar erzählt (wenn auch durch keine Quellen belegt). Meine Begleitung und ich haben uns noch eine ganze Weile nach dem Film darüber unterhalten. Als Familienväter sind uns manche Szenen besonders im Gedächtnis geblieben.

Alles in allem ist dieser Film nicht nur etwas für Shakespeare-Kenner, sondern ein richtig guter, emotionaler Film. Für mich eine ganz klare Empfehlung!

PS: Einen guten Artikel zum Film, bzw. Agnes und Shakespeares Sohn habe ich noch bei der BBC gefunden.

Ist das jetzt gut oder nicht?

Wenn ihr durch meine vergangenen Beiträge scrollt, findet ihr Posts über Bücher (z.B. über die Bücher, die ich 2024 gelesen habe), über Filme (z.B. über den Film Sabotage) oder auch über Rollenspiele (z.B. hier ein Beitrag aus 2013). Manchmal findet ihr in diesen Beiträgen eine Rezension und Bewertung des jeweiligen Mediums. Dabei greife ich hin und wieder auf eine Bewertungsskala zurück, die ich von anderen Plattformen kenne.

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Debatte um Bekenntnisschulen in Löhne – Teil 3

In diesem dritten Beitrag zur Reihe über Bekenntnisschulen in Löhne, möchte ich kurz auf die Initiative der Eltern eingehen, die Bekenntnisschulen umzuwandeln. Diese Initiative hat einige Reaktionen in der Lokalpolitik ausgelöst und das Thema beschäftigt auch weiterhin den Löhner Stadtrat. Diese Entwicklungen möchte ich hier kurz zusammenfassen. Den Großteil des Beitrages möchte ich jedoch nutzen, die Positionen der Parteien zu kommentieren.

Auch hier noch einmal der Disclaimer: Ich bin gewähltes Mitglied der Elternvertretung an der Grundschule meiner Tochter. Diese ist einer der Bekenntnisschulen in Löhne. Die hier veröffentlichten Beiträge sind jedoch ausdrücklich nicht im Namen der Elternvertretung geschrieben, sondern werden von mir als privat engagiertes Elternteil veröffentlicht.

In dieser Reihe sind bisher erschienen:

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Debatte um Bekenntnisschulen in Löhne – Teil 2

Mit dem vorherigen Beitrag sind wir in das Thema der Bekenntnisschulen eingestiegen. Dort habe ich erklärt was eine Bekenntnisschule ist, was sie von Gemeinschaftsschulen unterscheidet und welchen Weg es in NRW gibt, um die Art der Grundschule zu ändern. Zusätzlich habe ich auch aufgezeigt, dass die Situation der Grundschulen in Löhne sehr anders ist als im restlichen Kreis Herford bzw. im Rest von NRW. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden, um zum Beispiel Positionen in der Schulleitung zu besetzen, sind in Löhne akut vorhanden. Auf Grund dieser Situation, hat die Stadtverwaltung Löhne entschieden, einen entsprechenden Antrag in den politischen Gremien der Stadt einzubringen, der ein Abstimmungsverfahren an den Löhner Bekenntnisschulen in Gang setzen soll. Was mit diesem Antrag passiert ist und welche Positionen die örtlichen Parteien einnehmen, soll in diesem Beitrag erläutert werden.

Doch zunächst auch hier noch einmal der Disclaimer: Ich bin gewähltes Mitglied der Elternvertretung an der Grundschule meiner Tochter. Diese ist einer der Bekenntnisschulen in Löhne. Die hier veröffentlichten Beiträge sind jedoch ausdrücklich nicht im Namen der Elternvertretung geschrieben, sondern werden von mir als privat engagiertes Elternteil veröffentlicht.

In dieser Reihe sind bisher erschienen:

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