Mit dem vorherigen Post hat dieser Blog sein lang verdientes Comeback erlebt, yay!
Tatsächlich habe ich aktuell noch ein paar weitere Ideen, die ich posten möchte. Unter anderem meine gelesenen Bücher aus dem letzten Jahr (2025) als Fortsetzung des vorherigen Posts. Zunächst einmal aber ein kleiner Rückblick auf die letzten Jahre und die Gründe der Pause sowie der Rückkehr.
Viel passiert
In den vergangenen Jahren ist natürlich auch viel Privates passiert. Der Zeitpunkt des letzten Beitrags liegt nur ein paar Wochen vor dem Kennenlernen meiner heutigen Frau und vor dem Start meines Promotionsstudiums. Diverse Jobs, Umzüge, zwei Kinder, ein Hauskauf und viele andere Dinge sind passiert und haben mein Leben bereichert. Anscheinend so sehr, dass ich nicht viel über den Blog nachgedacht habe.
Social Media
Dazu kamen dann noch diverse Social Media Plattformen, die ich in dieser Zeit genutzt haben. Zuerst war ich nur auf Facebook aktiv. Dann kamen Instagram und Twitter dazu. Xing und Linkedin waren ebenfalls aus beruflicher Perspektive mit dabei. Anfangs waren diese Plattformen (insbesondere Facebook) ein guter Ort zum Austausch mit Freunden und Bekannten. Doch wie jeder mitbekommen haben dürfte, hat sich die Social Media Landschaft in den letzten Jahren sehr stark verändert.
Enshittifcation
Wenn du den Begriff „Enshittification“ noch nicht kennst, solltest dir ihn einmal angucken. Er wurde von Cory Doctorow geprägt und beschreibt den Prozess wie die Qualität von Produkten für die Benutzer im Laufe der Zeit immer schlechter wird, um auch ja den letzten Cent für die Aktionäre rauszuholen. Facebook hat aus diesem Grund als erstes die Attraktivität für mich verloren. Daher bin ich da schon eine ganze Weile nicht mehr aktiv.
Twitter fand ich immer ganz spannend, allerdings ist die Plattform nach der Übernahme einfach zu einem Nazi-Portal entwickelt, in dem jetzt neuerdings deren KI genutzt wird, um widerlichste Bilder zu generieren (unter anderem CSAM). Von daher ist diese Plattform für mich ebenfalls seit längerem tot und ich bin zu Bluesky gewechselt.
Xing und Linkedin nutze ich vor allem für berufliche Zwecke. Meistens jedoch eher passiv. Meine aktiven Phasen passieren meistens in Wellen, insgesamt aber sehr selten.
Politik
Leider hat die rechtsextreme AfD auch zuletzt in meiner Stadt an Zustimmung gewonnen und ist erstmal in den Stadtrat eingezogen. Eine in Teilen immer konservativere bis rechte Politik auf lokaler, Landes- und Bundesebene erfordern es geradezu, sich öffentlich zu positionieren. Auch hier werde ich den Blog wahrscheinlich dazu nutzen, um zumindest hin und wieder einen Blick auf die Lokalpolitik zu werfen. Die Regelmäßigkeit bleibt abzuwarten. Ein erstes Thema zeichnet sich aber schon ab, welches wahrscheinlich sogar bereits im nächsten Beitrag behandelt werden wird.
Der digitale Garten
Ich bin vor einigen Monaten über diesen Heise Artikel gestolpert: „Nerd-Trend ‚Digitaler Garten‘: Die eigene Webseite als persönliches Wissensarchiv„. Einen Artikel mit „Nerd-Trend“ einzuleiten, finde ich zwar komisch, aber generell geht es um ein interessantes Thema: Die eigene Webseite als ein individuell kursierter Ort, der eigene Notizen, Gedanken und Ideen versammelt. Aus dem Heise Artikel:
„Allgemein gesagt bietet er Platz für eigene Notizen und Gedanken, für Reflexionen zu Büchern, Artikeln oder Filmen, aber auch für persönliche Erkenntnisse aus dem Alltag“.
Ein Garten kann verschiedene Konzepte bzw. Ziele haben (Nutzgarten, Ruhe und Entspannung, Naturerlebnis, etc.), manchmal sogar mehrere innerhalb eines Gartens. Jeder Garten ist individuell und oft bewusst durch den Menschen geformt oder bewusst durch den Menschen sich selbst überlassen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Und so wie in einem echten Garten gibt es Orte und Plätze, wo man im Laufe des Jahres etwas mehr Zeit verbringt, weil man sich ein bestimmtes Ziel gesetzt hat oder gerade ein schönes Gartenprojekt umsetzt.
Das Bild gefällt mir tatsächlich als Fundament für diese Webseite. Es soll ein Ort der Individualität sein, den ich für mich alleine erleben kann, aber auch gerne mit Freunden und Besuchern teilen möchte. Es wird das ein oder andere Projekt geben, an dem ich mich versuchen werde. Es wird Bereiche geben, die vielleicht auch mal länger einfach sich selbst überlassen werden. Ob einzelne Projekte am Ende erfolgreich sind, wird sich erst später zeigen. Und was bedeutet überhaupt „erfolgreich“?
Dieses Bild einer persönlichen Ecke im Internet, die ich nach meinen Vorstellungen pflegen und ausbauen kann, lässt sich mit keiner der oben genannten Plattformen umsetzen. Von daher bin ich gespannt, wohin die Reise geht und wie sich mein digitaler Garten entwickeln wird.
Wie seht ihr die aktuelle Entwicklung und wie nutzt ihr die Social Media Plattformen heutzutage noch? Ich freue mich über eure Kommentare.
