Ist das jetzt gut oder nicht?

Wenn ihr durch meine vergangenen Beiträge scrollt, findet ihr Posts über Bücher (z.B. über die Bücher, die ich 2024 gelesen habe), über Filme (z.B. über den Film Sabotage) oder auch über Rollenspiele (z.B. hier ein Beitrag aus 2013). Manchmal findet ihr in diesen Beiträgen eine Rezension und Bewertung des jeweiligen Mediums. Dabei greife ich hin und wieder auf eine Bewertungsskala zurück, die ich von anderen Plattformen kenne.

In der Rezension zum Film Sabotage, findet ihr zum Beispiel den Satz:

Von mir gibt es für den Film, der am 10.04. in Deutschland in die Kinos kommt, 7 von 10 Punkten.

Wenn ich mir diese Bewertung von 2014 angucke, frage ich mich was diese 7 von 10 Punkte genau aussagen. Ist es eine Empfehlung, sich den Film noch einmal anzusehen? Ist der Film „nur“ okay, aber man muss ihn nicht zwingend nochmal sehen? Alleine von dieser Punktezahl, ohne den weiteren Kontext der Rezension oder auch den Vergleich mit anderen Bewertungen, ist es schwer daraus eine Handlungsempfehlung abzuleiten.

Das ist der generelle Nachteil von 5- oder 10-Punkte-Skalen wie sie auf IMDB oder Amazon zu finden sind. Was für mich eine 7/10 Punkte Bewertung ist, ist für andere vielleicht nur eine 5/10 Punkte Bewertung. Wie die Skala konkret verwendet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Ich merke bei meinen Bewertungen zum Beispiel immer wieder, dass ich eher positiv bewerte und ich gewisse Punktebereiche eher selten vergebe.

Bei der 10-Punkte-Skala auf IMDB beispielsweise, vergebe ich für viele Filme Punkte zwischen 6 und 9. Ganz selten gibt es bei mir die vollen 10 Punkte. Für Filme, die ich ganz schlecht finde, gibt es 1 oder 2 Punkte. Die Bewertung mit 3, 4 oder 5 Punkten kommt bei mir so gut wie nie vor. Ich tendiere da eher zu einer positiven Bewertung und schaffe es nicht immer eine vergleichbare Bewertung zu erzielen.

Seiten wie IMDB und Amazon haben den Vorteil, dass sie eine große Anzahl an Nutzern haben und sich so eine generelle Meinung bilden kann, die Ausreißer bei einer ausreichend großen Anzahl an Bewertungen ausgleichen kann. Diese Ausgangssituation habe ich auf dieser Seite natürlich nicht. Ich bin der einzige, der hier Bewertungen schreibt. Wenn ich es also nicht schaffe, die Punkte einigermaßen konstant zu vergeben, wird es schwer diese immer richtig zu interpretieren. Und das bezieht sich nicht nur auf die Leser meiner Beiträge, sondern auch auf mich selbst. Wie oben angedeutet, kann ich alleine an Hand der 7/10 Punkte Bewertung nicht sagen ob ich mir den Film Sabotage noch einmal ansehen sollte oder nicht.

Aus diesem Grund werde ich in Zukunft eine andere Bewertungsskala verwenden. Diese Skala hat das konkrete Ziel eine Empfehlung auszusprechen. Ich habe sie bei Steph Ango gesehen und sie ein wenig auf meine Bedürfnisse angepasst. Diese Bewertungsskala hat 7 Punkte, die wie folgt interpretiert werden können:

  • 1/7 – Katastrophal: Es ist eine Zeitverschwendung sich damit auseinanderzusetzen.
  • 2/7 – Schlecht: Lieber vermeiden.
  • 3/7 – Schwach: Ist eher nichts.
  • 4/7 – Solide: Wenn man nichts besseres hat, ist das in Ordnung.
  • 5/7 – Gut: Ist empfehlenswert. Hat Spaß gemacht.
  • 6/7 – Hervorragend: Richtig gut, klare Empfehlung.
  • 7/7 – Meisterwerk: Unbedingt erleben.

Da ich mit dieser Skala eine direkte Empfehlung über den Umgang mit einem Medium ausspreche, entgehe ich so der Falle, dass ich bei einer Bewertung strenger bin und bei anderen nicht.

Natürlich muss sich diese Skala noch unter Beweis stellen. Und auch die Darstellung im Blog muss sich zeigen. Es bringt ja nichts wenn man immer wieder zu dieser Übersicht zurück kommen muss, um zu verstehen was eine 4/7 eigentlich genau bedeutet. Aber das wird sich sicherlich einspielen.

Wie handhabt ihr das mit den Bewertungen von Filmen, Serien oder Büchern? Wie geht ihr da vor und was sind eure Erfahrungen?

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