Weihnachten ist jetzt mittlerweile wieder vorbei. Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Fest, einen leckeren Weihnachtsbraten und habt tolle Geschenke bekommen. Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, war mein Weihnachten sehr anders als in Deutschland. So richtige Weihnachtsstimmung ist hier nie aufgekommen. Die Leute im Kloster sind alle Buddhisten und der Großteil der nepalesischen Bevölkerung sind Hindus. Da konnte also gar nicht so etwas wie eine Weihnachtsstimmung entstehen. 😉
Am 24.12. habe ich im Unterricht im Kloster und der Schule jeweils kurz Weihnachten angesprochen und wie wir das in Deutschland feiern. Beziehungsweise wie wir das in unserer Familie feiern, da es da ja sicherlich auch Unterschiede gibt. Die meisten wussten, dass Weihnachten ist und haben mir dann auch fröhliche Weihnachten gewünscht. In der Bibliothek hier im Kloster habe ich ein Buch über Deutschland gefunden, dass sogar ein Foto von einer Familie vor einem Weihnachtsbaum hatte. Das habe ich dann noch rumgezeigt und zumindest die Kinder in der Schule waren begeistert und wollten viel darüber wissen. Die Mönche im Kloster schienen eher weniger interessiert zu sein.
In der Schule gibt es scheinbar genau einen christlichen Jungen, der mir dann auch voller Stolz die Hand geschüttelt hat. An Heiligabend war normaler Unterricht, wo der Junge aber zu Hause geblieben ist. Am darauffolgenden Tag hatten dann alle einen Tag schulfrei.
Neben den Weihnachtsgrüßen, die ich hier sporadisch bekommen habe, gab es sogar ein kleines Geschenk. Als ich an Heiligabend in der Schule war, habe ich von der einen Klasse eine kleine Kung-Fu-Panda Spielfigur bekommen und zwei kleine Sträuße mit künstlichen Blumen. Sehr witzig. Die Blumen und die Figur habe ich mir zur Dekoration ins Fenster meines Zimmers gestellt. 😀
Als ich diese Reise geplant habe, war mir klar, dass ich damit Weihnachten verpassen würde. Da dachte ich mir aber, dass ich ja jedes Jahr Weihnachten habe und ich es dann ja nächstes Jahr dann wieder erleben werde. Aber irgendwie bin ich schon ein bisschen traurig das verpasst zu haben. Auch wenn es dieses Mal keine weiße Weihnachten in Deutschland gab, ist es ja doch immer eine besondere Zeit. Und ich konnte einer meiner Lieblingstraditionen dieses Jahr nicht nachgehen. Jedes Jahr zeigt das öffentliche-rechtliche Fernsehen den Film “Ist das Leben nicht schön” mit James Stewart. Aus irgendeinem mir nicht ganz zugänglichem Grund wird der Film erst spät in der Nacht an Heiligabend gezeigt. Bei Müllers zu Hause sind dann schon alle nach dem leckeren Weihnachtsessen und der Bescherung im Bett und ich mache es mir dann auf dem Sofa gemütlich, um mir diesen tollen Weihnachtsfilm anzugucken. Mal gucken, vielleicht werde ich den Film dann nachholen wenn ich zurück bin. Wobei es dann ja auch nur noch 10 Monate bis zum nächsten Weihnachtsfest sind. 😉
Ein paar Worte zu Weihnachten
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