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Fotos und Videos von Nepal

Eigentlich wollte ich heute Fotos und ein Video hochladen. Das Vorhaben musste ich aber leider aufgeben, da das Internet zu langsam ist und die Verbindung ständig unterbrochen ist.
Ich hoffe, dass ich das bald nachholen kann wenn nicht alle Mönche hier am surfen sind, weil sie frei haben 😉
Wenn das nicht klappt, kann ich die Bilder wahrscheinlich erst aus Deutschland hochladen…

Erste Male

Die ersten zwei Tage meines Aufenthaltes in Nepal habe ich in Kathmandu in einer Gastfamilie verbracht. Das war ziemlich interessant, weil man so direkt merkt, wie die Menschen in Nepal leben. Meine Gastfamilie bestand aus dem Vater, der Mutter und zwei Töchtern, die zur Schule und zum College gehen. Und es gab einen Hund: Princess. Dieser Hund lag entweder in der Sonne, lief suchend durchs Haus oder hat die vorbeistreunenden Straßenhunde angebellt. 🙂

Etwas ungewohnt war jeden Morgen das Frühstück: Meistens gab es Reis mit gebratenem Gemüse und einer Soße. Den einen Morgen gabs zusätzlich noch selbstgemachte Pommes dazu. Reis gibt es hier so gut wie zu jeder Mahlzeit – Morgens, mittags und abends.

In den zwei Tagen in Kathmandu hatte ich morgens immer zwei Stunden Sprachunterricht und anschließend ging es jeweils auf eine kleine Sightseeing Tour durch Kathmandu. Der Sprachunterricht fand draußen statt, da es hier tagsüber in der Sonne echt ziemlich warm ist. Dementsprechend saß ich da auch immer kurzärmelig und habe mir Sorgen über einen Sonnenbrand gemacht. Die nepalesische Sprachtrainerin hat sich dann gewundert, dass ich gar nicht friere. Daraufhin habe ich erklärt, dass ich bei solchen Temperaturen in Deutschland in kurzer Hose rumlaufen würde. Sie selbst hatte dabei eine dicke Jacke und eine Mütze an 😀

Die nepalesische Sprache wirkte jetzt nicht besonders schwierig. Bei der Aussprache gibt es nur wenige Dinge die anders sind als im Deutschen oder Englischen. Natürlich muss man erstmal eine Basis an Vokabeln können, bevor man sich mit jemandem richtig unterhalten kann. Aber was die Grammatik betrifft gibt es klare und einfache Regeln. Zumindest wirkte das in den paar Stunden recht überschaubar. Wird natürlich noch schwieriger wenn man unregelmäßige Verben berücksichtigt und andere Zeiten 😉

Am letzten Tag in Kathmandu hatten wir eigentlich geplant, zwei Ziele auf unserer Sightseeing Tour anzusteuern, mussten den Plan jedoch auf ein Ziel kürzen, da es etwas länger gedauert hat, das Visum für eine andere Freiwillige aus Israel zu verlängern. Während der Wartezeit waren wir in einem Restaurant, wo ich dann zum ersten Mal in meinem Leben „Mo Mo“ gegessen habe. Auf Englisch heißen die Dinger „dumplings“ was übersetzt soviel wie Klos oder Knödel heißt. Im Prinzip sind das so kleine Taschen, gefüllt mit allerlei Gemüse, die entweder in Dampf gegart werden oder frittiert werden.

Die waren eigentlich ganz lecker, haben dann aber dazu geführt, dass ich hier zum ersten Mal während meines Aufenthaltes Verdauungsprobleme bekommen habe. Mit einem Mittelchen aus meiner mitgeführten Reiseapotheke, hatte sich das dann aber zum Glück relativ schnell erledigt und alles war wieder gut.

Auf dem Weg von der Visa-Stelle zu unserem Ziel, habe ich dann auch noch den ersten Unfall in Kathmandu miterlebt. Und das quasi mittendrin statt nur dabei. Unserem Taxi ist nämlich ein anderes Taxi hinten drauf gefahren. Der Aufprall war jedoch so sanft, dass ich erst gedacht habe, dass der Fahrer den Motor abgewürgt hat 😀
Ich habe erst gemerkt, dass das ein Unfall war, nachdem der Fahrer ausgestiegen ist. Der hat dann mit dem anderen Fahrer ein paar wahrscheinlich äußerst nette Worte gewechselt und dann ging die Fahrt auch schon weiter.

Schädelbrechende Schotterpisten

Ich hoffe, dass die meisten von euch auf dem ein oder anderen Weg schon mitbekommen haben, dass ich gesund und munter in Nepal angekommen bin. Die Flüge von Frankfurt nach Doha und von Doha nach Kathmandu verliefen ohne Probleme. Auf beiden Flügen habe ich mir die Zeit mit Hilfe des Entertainment-Systems vertrieben. So habe ich zum Beispiel die Filme „The Internship“ und „World War Z“ angesehen, sowie die Pilotfolge von den „Sopranos“ und einige Ausschnitte vom diesjährigen Glastonbury Festival (Memo an mich selbst: Scheint einen Besuch wert zu sein 😉 ). Verschlafen habe ich dafür leider die Filme „Red“ und „X-Men: Origins“.

Die Ankunft in Kathmandu hat sich dann als weit weniger problematisch erwiesen, als ich gedacht hatte. Laut der Seite vom auswärtigen Amt, darf man nach Nepal nur eine Flasche hochprozentigen Alkohol einführen mit maximal 1,15 Litern. Ich hatte jedoch zwei kleine Jägermeister Flaschen als Geschenke für meine Gastfamilien im Gepäck. Dazu noch ca. 70 Bleistifte, die ich hier an der Schule bzw. dem Kloster verschenken wollte. Und laut auswärtigem Amt darf man nur genau „ein Set Bleistifte“ einführen. Wie viel das auch immer ist. Also hatte ich mich bereits darauf eingestellt, dass ich da eventuell etwas nachverzollen musste. Das war jedoch nicht der Fall. Die einzige Kontrolle war, ob auf meinem Zettel die gleiche Gepäcknummer stand wie auf meinem Gepäckstück selbst. Anschliessend wurde mein Koffer auf ein Band für ein Röntgengeraet gelegt, wo gleichzeitig aber auch noch gefühlt 5 andere Koffer parallel dazu gelegt wurden und wo sich niemand für das Ergebnis der Untersuchung interessiert hat. Das einzige was ich dann zahlen musste, war ein Trinkgeld an die netten Herren, die meinen Koffer die 5m zu dem Band geschoben haben 😀

Dann ging es durch den sehr abenteuerlichen Verkehr Kathmandus zu meiner Gastfamilie. Abenteuerlich ist dieser aus verschiedenen Gründen. Der augenscheinlichste ist, dass hier Linksverkehr herrscht, was dem normalen Europäer von vornherein ja schon einmal fremd ist ;). Dann gibt es hier keine Fahrbahnmarkierungen. Das heisst, hier fährt jeder wie Platz da ist. Und wenn das bedeutet, dass in eine Richtung drei Autos nebeneinander fahren und in die andere nur ein Auto, dann ist das halt so. Während man fährt wird man ständig von Motorrädern überholt. Sei es links oder rechts. Die können eben noch besser den vorhandenen Platz ausnutzen 😀
Und nicht zu vergessen sind die Straßen hier. Nur die wenigsten sind asphaltiert. Die meisten bestehen aus Staub und ein paar Steinen, gemixt mit vielen Löchern und Huckeln. Das hat dazu geführt, dass ich mir bereits heute einmal kräftig den Kopf an der Tür im Taxi angestoßen habe. Das wird mit Sicherheit auch noch öfters passieren 😀

Gestern habe ich dann erfahren, dass ich an dem Ort, wo ich eingesetzt werde, direkt im Kloster wohnen werde. Das wird sicherlich sehr interessant werden ;). Ich kann noch nicht genau sagen, wie dort die Internet-Situation sein wird. Meine derzeitige Gastfamilie hat keins. Im Moment sitze ich hier in einem Internet-Cafe, wo eben auch erstmal der Strom ausgefallen ist 😀
Wenn es im Kloster selbst Internet gibt, werde ich mal schauen, dass ich ein paar Fotos online stelle. Wenn es das nicht gibt, dann bekomme ich einen Internet-Stick, der wie eine Prepaid Karte funktioniert. Dann werde ich wohl erstmal keine Fotos online stellen können. Mal sehen 😉

In diesem Sinne: Namaste! 😀

Wo geht’s denn hier nach Nepal, bitte?

Das nächste Abenteuer steht vor der Tür: Nepal. Ich werde in einigen Tagen nach Nepal aufbrechen, um dort für drei Monate Englisch in einem buddhistischen Kloster und einer Schule zu unterrichten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das eine aufregende Zeit mit vielen Erlebnissen wird. Um euch ein klein wenig auf dem Laufenden zu halten, werde ich hier versuchen, regelmäßig zu berichten was so passiert.

Ich habe im Moment noch überhaupt keine Vorstellung davon wie oft es mir möglich sein wird, zu berichten, aber ich werde versuchen mindestens einmal pro Woche einen kleinen Zwischenbericht abzugeben. Ich hoffe auch, das Ganze mit schönen Fotos zu spicken, sodass ihr einen guten Eindruck von allem habt 😉