Welcome back, kleiner Blog!

Mit dem vorherigen Post hat dieser Blog sein lang verdientes Comeback erlebt, yay!

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Tatsächlich habe ich aktuell noch ein paar weitere Ideen, die ich posten möchte. Unter anderem meine gelesenen Bücher aus dem letzten Jahr (2025) als Fortsetzung des vorherigen Posts. Zunächst einmal aber ein kleiner Rückblick auf die letzten Jahre und die Gründe der Pause sowie der Rückkehr.

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Meine Bücher 2024

Nein, der Titel ist kein Tippfehler. Ich bin mir bewusst, dass wir gerade das Jahr 2025 hinter uns gelassen haben. Aber bei den folgenden Büchern geht es tatsächlich um die Liste der Bücher, die ich 2024 gelesen habe. Ich hatte diese Liste bereits Anfang 2025 erstellt und im Prinzip den Post auch schon fast abgeschlossen. Damit wollte ich wieder ein bisschen mehr Leben auf diese Seite bringen, nach mehr als einem Jahrzehnt Pause.

Offensichtlich hat das Anfang 2025 nicht funktioniert. Die Gründe kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Daher kommt hier ein neuer Versuch, diesen Blog wieder zu beleben. Den Start dazu bildet dieser Post, der jetzt quasi ein Jahr gereift ist. Wie ein guter Wein.

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Sneak Review: Sabotage

Ich war jetzt am Montag zum ersten Mal seit ich aus Nepal zurück bin in der Sneak Preview im Kino in Paderborn. Manch einer wird das nicht kennen, daher eine kleine Erklärung: Bei der Sneak Preview kauft man sich ein Kino-Ticket, ohne zu wissen welcher Film gezeigt werden wird. Die Karte ist etwas günstiger als bei sonstigen Filmvorführungen. Ein paar meiner Freunde und ich gehen regelmäßig zur Sneak ins Cineplex in Paderborn. Dort ist die Sneak immer montags. Bevor der Film beginnt, gibt es eine Verlosung, bei der man Popcorn, Getränke oder Werbeartikel für Filme gewinnen kann. Bei der Sneak werden meistens Filme gezeigt, die erst einige Zeit später offiziell ins Kino kommen. Oft kommen auch Filme, die in Deutschland nur in begrenztem Umfang gezeigt werden. Manchmal gibt es auch Testscreenings, bei dem man dann am Ende Fragen beantworten soll, die den Verantwortlichen helfen, den Film eventuell nochmal abzuändern, wenn beispielsweise ein paar witzige Stellen nicht funktioniert haben. Wenn man Glück hat, gibt es auch richtige Blockbuster zu sehen. So habe ich beispielsweise in der Sneak „Iron Man 3“, „Hangover 3“ und „Man of Steel“ gesehen. Man bekommt also jeden Montag eine Wundertüte vorgesetzt und erfährt erst etwas über den Inhalt wenn die Saalbeleuchtung ausgeschaltet wird 😉

Wie gesagt war ich jetzt am Montag in der Sneak und dachte mir, dass ich ein paar Worte zu dem Film von mir geben könnte, um eine Art Review zu machen. Ich kann noch nicht genau sagen ob das ein regelmäßiger Bestandteil dieses Blogs sein wird. Das wird sich dann zeigen. Falls ich das öfters machen werde, sage ich aber schonmal, dass ich kein Film-Experte bin, der hier hochgestochene Analysen von sich geben wird. Ich werde einfach ein paar Eindrücke schildern, die ich von dem Film habe. Das ist natürlich vollkommen subjektiv und jeder wird den Film anders sehen. Aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen bei der Entscheidung ob der Film sehenswert ist oder nicht.

Jetzt aber zum Film selbst. Wie oben bereits gesagt, heißt der Film „Sabotage„. In dem Film geht es um eine Sondereinheit der amerikanischen Drogenfahnder, die gleich am Anfang des Filmes in eine Luxusvilla eines Drogenbosses eindringen, um diesen hochzunehmen und Geld und Drogen zu konfiszieren. Die Einheit hat bereits im Vorfeld eine verdeckte Ermittlerin eingeschleust, die sehr genau Bescheid weiß, wo das Drogengeld zu finden ist und so entdecken sie einen riesigen Haufen Geld in einem Versteck innerhalb der Villa. Bevor die Sondereinheit jedoch dem Rest der Ermittler, die draußen gewartet haben, Bescheid gibt, greifen sie zu und nehmen 10 Millionen Dollar des Drogengeldes an sich, um es später untereinander aufzuteilen. Sie platzieren das Geld in der Kanalisation, wo sie es später abholen wollen.
Damit beginnt der Schlamassel, denn die Drogenbande will ihr Geld zurück haben und die internen Ermittler sind der Sondereinheit auf den Fersen und wollen beweisen, dass sie von dem Drogengeld etwas gestohlen haben.
Arnold Schwarzenegger spielt die Rolle des Anführers der Sondereinheit. Er ist so eine Art Papa für die Truppe, auf den jeder hört. Gleichzeitig war er auch ein bisschen die Stimme der Vernunft, wenn einer der anderen etwas über die Strenge geschlagen ist. Das passiert durchaus öfter, da alle Charaktere dieser Sondereinheit etwas durchgeknallt sind und einen leichten Schlag weg haben. Die Sprache innerhalb dieser Gruppe ist sehr derb, was bei mir zu dem ein oder anderen Lacher geführt hat. An manchen Stellen wirkt der Film unfreiwillig komisch, da die Dialoge nicht immer sehr geistreich sind. Auf der anderen Seite gibt es viel Action, jede Menge Schießereien und auch viele spannende Stellen. Es gibt einige Wendungen, die man nicht erwartet hat, was die Spannung zusätzlich erhöht hat. Ich habe mich von dem Film gut unterhalten gefühlt, obwohl er an einigen Stellen sehr brutal ist und dies mit drastischen Bildern unterstreicht. Dementsprechend würde ich diesen Film nicht für jemanden empfehlen, dem spritzendes Blut nicht gefällt. Davon gibt es nämlich einiges. Allen anderen kann ich den Film dagegen als gutes Popcorn-Kino empfehlen. Ob man dafür allerdings ins Kino gehen muss, muss jeder selbst entscheiden 😉

Von mir gibt es für den Film, der am 10.04. in Deutschland in die Kinos kommt, 7 von 10 Punkten 🙂

Trekking-Tour – Teil 1

Bevor ich nach Nepal gegangen bin, hatte ich nicht so sehr darüber nachgedacht ob ich eine Trekking-Tour machen möchte oder ob ich andere Dinge unternehmen möchte, die nichts mit dem Kloster und dem Projekt zu tun haben. Als ich dann aber in Nepal angekommen bin und mir viele Leute erzählt haben, dass ich unbedingt eine Trekking-Tour machen sollte, habe ich das in meine Pläne aufgenommen. Ich wäre wahrscheinlich auch komisch angeguckt worden, wenn ich so etwas nicht gemacht hätte. Immerhin ist das womöglich die einzige Chance für mich, im Himalaja wandern zu gehen.
Also habe ich schon im Dezember mit den Organisatoren meines Projekts gesprochen und angekündigt, dass ich gerne eine Trekking-Tour machen möchte. Als Ziel hatte ich mir das Annapurna-Basecamp ausgesucht. Es hätte noch andere Möglichkeiten gegeben, aber ich hatte gehört, dass diese Tour eine gute Einsteiger-Tour wäre. Was ja ganz gut zu mir gepasst hat, als absolutem Trekking-Anfänger 😉 . Die Frage war, wann das ganze stattfinden sollte.
Mir wurde gesagt, dass es im Dezember und Januar zu kalt beim Trekking wäre, da auch in Nepal Winter war. Dementsprechend haben wir dann entschieden, die Trekking-Tour im Februar zu machen. Die Tour sollte am Ende meines Nepal-Aufenthaltes stattfinden, sodass ich das Kloster verlasse, meine Trekking-Tour mache und dann zurück nach Deutschland fliege.
In der Zeit bis zum Beginn der Tour, habe ich dann noch mehr Informationen bekommen. Vor allem bezogen auf Kleidung, die ich mitnehmen sollte, was ich für weitere Dinge kaufen sollte und was in Zusammenhang mit der Höhenkrankheit zu beachten ist. So wurde mir zum Beispiel gesagt, dass ich immer viel trinken soll. Über das Wasser nimmt man ebenfalls Sauerstoff auf und wirkt so gegen die erschwerte Sauerstoffaufnahme in höheren Lagen entgegen. Ein weiterer Tipp war, dass ich auch Schokolade dabei haben sollte, für den Fall, dass mir schwindelig wird. Das sei dann wohl ein gutes Hilfsmittel.
Die Planungen für die Trekking-Tour sahen vor, dass ich am Tag nach dem ich das Kloster verlassen habe, zuerst nach Pokhara fahre, dort eine Nacht verbringe und dann mit der Wanderung beginne. Ich habe dann am Abend vor der Fahrt nach Pokhara meinen Trekking-Guide kennengelernt. Pandap hieß der und ich vermute, dass er zwischen 45 und 55 Jahre alt ist. Ich habe gemerkt, dass es nicht so leicht ist, das Alter von Nepalesen zu schätzen, da die Gesichter so anders aussehen und auch durch andere Einflüsse verändert werden als hier in Europa.
Pandap hat mich dann am Morgen vor der Fahrt nach Pokhara aus dem Hotel abgeholt und wir sind zu Fuß zur Touristen Bus Station gegangen. Das muss man sich in etwa so vorstellen, dass an einer der größeren Straßen in Nepal sehr viele Busse stehen, die Touristen und Einheimische durch Nepal fahren. Die Busse kommen europäischen Reisebussen recht nah, was Komfort und Ausstattung angeht.
Die Distanz zwischen Kathmandu und Pokhara beträgt etwa 200km, dauert aber fast sieben Stunden (mit Pausen). Auch wenn man die ganze Zeit sitzt, ist das doch recht anstrengend.
In Pokhara haben wir dann zunächst unsere Hotelzimmer bezogen und anschließend habe ich die Touristen-Straße erkundet. Pokhara ist im Vergleich zu Kathmandu ein echter Erholungsort. Zumindest was den Teil für Touristen angeht (einen anderen habe ich leider nicht kennenlernen können). Es ist viel ruhiger und sauberer als in Kathmandu. Der Verkehr ist nicht so dicht und chaotisch. Und Pokhara liegt an einem See, an dem sich auch direkt das Touristen-Viertel befindet. Wenn man da durch die Straße geht, bekommt man das Gefühl, dass man durch einen kleinen Küstenort läuft. Also alles sehr nett.
In dem besagten See befindet sich eine kleine Insel, auf der ein hinduistischer Tempel ist. Wir haben uns mit einem kleinen Boot zu der Insel bringen lassen, um uns den Tempel anzugucken. Pandap hat sich dort noch einen Segen abgeholt und ich habe ein paar Fotos geschossen.
Abends waren wir noch in einer Bar und haben etwas zusammen getrunken. Dort habe ich einen anderen deutschen Touristen getroffen, der mir erzählt hat, dass er gerade von einer Trekking-Tour zurück gekommen ist. Er war nicht auf dem Weg zum Annapurna Basecamp, er hat die Annapurna Circuit Tour gemacht. Dabei geht man einmal um das Annapurna Gebiet herum. Der ganze Weg dauert fast drei Wochen. Der andere deutsche Tourist musste die Tour aber auf Grund einer alten Verletzung abbrechen. Er hat noch erzählt, dass der Schnee auf dem Trail teilweise kniehoch war.
Damit war klar, dass es wohl sehr kalt werden wird und wir wahrscheinlich auch Schnee zu Gesicht bekommen werden.

Ein weitere Schule

Ich hatte vor einiger Zeit herausgefunden, dass es in Deutschland einen Förderverein gibt, der dieses Dorf hier unterstützt. Dabei werden vor allem die Schulen hier unterstützt, indem das Gehalt von einzelnen Lehrern bezahlt wird und es gibt viele Schüler, die finanzielle Unterstützung von dem Verein erhalten.
Ich hatte dann dem Vorsitzenden des Vereins eine E-Mail geschrieben, mit dem Hinweis, dass ich mich in dem Dorf befand und ich meine Hilfe anbieten möchte, falls es etwas gibt, das ich tun kann. Daraufhin hat dann der Vorsitzende einen Kontakt zu der Partnerorganisation hier vor Ort hergestellt. Und so kam es, dass ich etwa zwei Wochen vor dem Verlassen des Klosters Besuch von dem zweiten Vorsitzenden dieser Organisation bekommen habe. Wir haben uns ein wenig unterhalten und er hat mich direkt eingeladen, die Schule zu besuchen, deren Schuldirektor er ist. Da meine eigentliche Schule noch Winterferien hatte, habe ich zugesagt und bin dann an einem Sonntag dort hin gegangen. Die Schule liegt direkt neben einem Teich, der zum ersten Wasserkraftwerk Nepals gehört. Dieses wurde vor über hundert Jahren gebaut, wird aber heute nicht mehr zur Stromversorgung genutzt, da es nicht ausreichend gewartet wurde.
Die Setidevi Secondary School ist auf jeden Fall größer als die Junkiri Community School, wo ich bisher immer war. Das liegt vor allem daran, dass es hier Klassen vom Kindergarten bis zur zehnten Klasse gibt. Dementsprechend gibt es mehr Schüler, mehr Klassenräume und natürlich auch mehr Lehrer als in der kleinen Schule bei mir am Kloster. Ich habe mich trotzdem gleich wohl gefühlt. Die Lehrer haben mich sehr freundlich aufgenommen.
Ich habe angeboten, dass man mich bei Computerproblemen ansprechen kann und ich versuchen kann, etwaige Probleme zu beheben. So wurde ich dann auch direkt am ersten Tag in den Computerraum gebracht, wo man mir die Ausstattung gezeigt hat und mir mitgeteilt hat, dass es mit zwei Rechnern Probleme gibt. Der Lehrer, der für den Computerraum zuständig ist, hat mir erklärt, dass er an einem Schultag gefehlt hat, weil er krank war und dass vor seiner Abwesenheit alle Computer in gutem Zustand waren. Als er dann zurück kam gab es mit den zwei genannten Computern Probleme.
Bei dem einen Rechner lag die Problematik darin, dass dort nichts mehr auf dem Monitor angezeigt wurde. Da der Lehrer mir gesagt hat, dass der Monitor mit anderen Computern getestet wurde und dort noch etwas anzeigt, hat sich das für mich nach einem Hardware Problem angehört. Dementsprechend musste ich bei diesem Rechner passen.
Das Problem bei dem anderen Computer war dagegen ein anderes: Der Computer hat Windows scheinbar ganz normal hoch gefahren, allerdings wurden keine Symbole auf dem Desktop angezeigt, keine Taskleiste, einfach gar nichts. Diverse Tastenkombinationen haben keine Veränderung gebracht und man konnte auch nicht den Taskmanager öffnen. Nach kurzer Zeit hat der Computer sich dann automatisch neu gestartet, ohne dass jemand den Neustart veranlasst hat. Das Verhalten hat sich dann wiederholt. Unsere Vermutung war, dass der Computer höchstwahrscheinlich von einem Virus infiziert war. Problematisch war nur, dass auf der Festplatte noch einige wichtige Dateien waren. Um die zu retten, hatte ich vorgeschlagen, die Festplatte in einen anderen Rechner einzubauen und sie dort als sekundäres Laufwerk zu nutzen, um so die Daten zu retten. Also haben wir uns daran gemacht, die Festplatte auszubauen und in einem anderen Rechner unterzubringen. Dabei mussten wir uns beeilen, da uns nur noch wenige Minuten blieben, bevor der Strom abgeschaltet wurde (Load Schedding). Zum Glück hat alles gut geklappt und die wichtigen Dateien konnten problemlos gerettet werden.
Ein paar Tage später haben wir dann die betroffene Festplatte mit einem Antiviren-Programm überprüft und 114 Viren gefunden! Zum Großteil waren dabei Systemdateien von Windows betroffen. Das Antiviren-Programm hat noch versucht, die Dateien zu reparieren, allerdings hat das nichts mehr gebracht. Dementsprechend war unser Beschluss dann, dass es am besten sein wird, die Festplatte zu formatieren und Windows neu zu installieren.
Neben dieser Computerhilfe wurde ich aber auch in verschiedene Klassen geschickt, um dort mit den Schülern zu sprechen. Da mir nicht mehr ganz so viel Zeit hier blieb, bevor ich das Dorf verlassen habe, habe ich daraf verzichtet richtigen Unterricht zu machen. Wenn ich in einer Klasse war, habe ich mich einfach mit den Schülern unterhalten. Aus dem Kloster hatte ich zum Beispiel eine Weltkarte mit zur Schule gebracht. Die Kinder habe ich dann darum gebeten, mir zu zeigen wo Nepal, Deutschland und andere Länder liegen. In der Bibliothek des Klosters habe ich auch ein Buch über Bremen gefunden, in dem man viele Bilder sehen kann. Das hatte ich ebenfalls dabei, um den Schülern auch ein paar Bilder aus Deutschland zeigen zu können. Die Kinder waren dann immer sehr beeindruckt von den großen Häusern, die so anders aussehen als in ihrem Dorf oder in Kathmandu. Besonders beeindruckend fanden die Kinder auch die Schiffe, die Weser und die Parks, die in dem Buch zu sehen sind.
Daneben werden mir auch viele Fragen über Deutschland gestellt und wie mir Nepal und die Schule gefällt.