Viele haben sich sicherlich bereits gefragt was ein „Pen-and-Paper-Rollenspiel“ ist und warten bereits sehnsüchtigst auf meine Erklärung (falls ihr das nicht schon selbst nachgeschlagen habt). Ich werde mal versuchen das Ganze mit wenigen Worten zu erklären. Rollenspiele haben in den allermeisten Fällen die gleichen Grundprinzipien und unterscheiden sich dann in den konkreten Regeln. Ich beziehe mich bei dieser kurzen Beschreibung daher hauptsächlich auf „Das Schwarze Auge“:
Jeder kennt das wahrscheinlich: Man bekommt eine Geschichte vorgelesen, liest selbst ein Buch oder guckt sich einen spannenden Film an. Und ich kann mir auch vorstellen, dass sich jeder schon einmal vorgestellt hat, wie man selbst in bestimmten Situationen reagiert hätte. Wäre man auch alleine in ein abgeschiedenes Haus gelaufen, um dort eine entführte Schönheit aus den Fängen eines Bösewichts zu befreien oder hätte man auf Verstärkung gewartet, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen?
Charakteristisch für Filme und Bücher ist die Tatsache, dass sich ein Autor Gedanken darüber macht wie die Handlung verläuft und in welcher Umgebung alles passiert. Dabei wird sowohl das Verhalten der Protagonisten durch den Autor festgelegt, als auch zu einem großen Teil das Aussehen der Welt, in der sich der Protagonist bewegt.
In einem „Pen-and-Paper-Rollenspiel“ schlüpfen die Spieler in die Haut der Protagonisten und entscheiden, wie sich die sogenannten Helden verhalten. Die Welt in der sich die Helden bewegen wird dabei vom Spielleiter, dem sogenannten Meister, bestimmt. Dieser beschreibt das Aussehen der Welt und die Reaktionen der Welt auf die Handlungen der Helden. Die Spieler sind dabei vollkommen frei in ihren Entscheidungen. Aufgabe des Meisters ist es, auf diese Entscheidungen zu reagieren und im Rahmen der Spielwelt eine passende Antwort dafür zu finden.
Natürlich unterliegt die Welt gewissen Regeln, an die sich Spieler und Meister zu halten haben. Nicht jeder Held besitzt eine unglaubliche Stärke, Schönheit oder Klugheit. Jeder Held besitzt hierfür individuelle Werte. Genauso verhält es sich mit verschiedenen Talenten, die ein jeder Held hat. Hierzu gehören beispielsweise Kampfestechniken oder Wissenstalente. Wenn der Held in eine Situation kommt, die ein bestimmtes Talent erfordert oder bei der eine gewisse Eigenschaft wie z.B. Mut gefordert wird, kann der Meister eine Probe auf diese Werte vom Spieler verlangen. Diese wird in der Regel mit einem zwanzig-seitigen Würfel abgelegt. Gelingt die Probe mit dem Würfel, ist der Held beispielsweise mutig genug, sich in ein dunkles Gewölbe vorzuwagen. Gelingt die Probe nicht, verlässt den Helden der Mut und er traut sich ggf. nicht in das Gewölbe.
Alle Handlungen passieren lediglich in der Fantasie und werden ausschließlich mit Worten beschrieben. Die einzigen Hilfsmittel sind dabei Würfel, Stift, Papier (daher also der Name für diese Art Spiel 😉 ) und ggf. Regelbücher.
Das war in aller Kürze eine Erklärung was ein „Pen-and-Paper-Rollenspiel“ ist. Wenn ihr dazu mehr erfahren wollt, dann lohnt sich ein Besuch der Wikipedia-Seite [1].
