Archiv des Autors: Daniel Müller

Der erste Unterricht – Jetzt aber wirklich

Mittlerweile habe ich tatsächlich den ersten Unterricht gegeben. Sowohl in der kleinen Gemeindeschule in der Nähe des Klosters als auch im Kloster selbst. Nachdem ich am ersten geplanten Tag des Unterrichts in der Schule eine kurzfristige Absage bekommen haben, hat es dann am nächsten Tag tatsächlich geklappt. Meine Stunde sollte um 13:35Uhr beginnen, sodass ich mich rechtzeitig auf den Weg gemacht habe, um ein paar Minuten früher da zu sein. Nachdem mich dann eine andere Lehrerin begrüßt hatte, durfte ich mich ins Büro der Schule setzen und warten bis meine Stunde anfing. 😉
Die Schule ist eine sehr kleine Schule. Es gibt dort eine Art Kindergarten, in dem die ganz Kleinen spielen können und schon die ersten Sachen lernen. Danach gibt es dann die Klassen eins bis fünf. Nachdem Abschluss der fünften Klasse gehen die Kinder dann auf eine weiterführende Schule. Mein Unterricht findet in der fünften Klasse statt. Diese Klasse besteht aus acht Kindern im Alter von 11 bis 12 Jahren. Die anderen Jahrgänge bestehen ebenfalls aus einer vergleichbaren Anzahl Kindern. Wie gesagt, alles sehr klein und überschaubar. 🙂
Die Ausstattung der Schule ist recht dürftig. Jeder Jahrgang hat seinen eigenen Klassenraum, in dem ein kleines Whiteboard hängt und einige im Unterricht hergestellte Poster und Zettel. Ansonsten sind die Klassenräume recht karg. In dem der fünften Klasse gibt es zwar Fenster, aber keine Fensterscheiben, sodass die Kinder an kalten Tagen mit Mütze, Jacke und ggf. auch Handschuhen im Unterricht sitzen. Auf dem Schulhof gibt es eine Schaukel, eine Rutsche und einen überdachten Bereich, wo man sich auch hinsetzen kann. Es gibt in der Schule zwei Badminton-Schläger, die in den Pausen sehr beliebt sind.
Meine Stunde fängt immer direkt nach der Mittagspause an. Das heißt wenn ich komme, toben die Kinder auf dem kleinen Schulhof oder sind noch am Essen. Am ersten Tag sind dann gleich viele Kinder auf mich zugestürmt als sie mich gesehen haben und haben mich gefragt wie ich heiße und woher ich komme. Sie wollten auch wissen wie mein Familienname ist und wie der Rest meiner Familie heißt. Aus irgendeinem Grund fanden alle Kinder es lustig wenn ich gesagt habe, dass ich Müller mit Nachnamen heiße.
Für den Unterricht selbst hat man mir dann einen Whiteboard-Marker gegeben. Weitere Anweisungen habe ich nicht erhalten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde in meiner Klasse habe ich dann schnell gemerkt, dass es schwierig werden wird, konzentrierten Unterricht durchzuführen. Meine Stunde ist scheinbar so was wie eine Extra-Stunde für die Schüler, in der sie normalerweise Hausaufgaben machen oder sich mit anderen Dingen beschäftigen können. Daher kann ich nicht einschätzen wie groß die Motivation ist, wirklich etwas zu lernen. Die Kinder lassen sich auch sehr leicht ablenken, vor allem wenn draußen irgendwas passiert. Und da es ja keine Fenster gibt, kann es dann auch schon mal sein, dass Kinder ans Fenster kommen, um sich die Badminton-Schläger abzuholen oder am Fenster stehen und zuhören wie unser Unterricht ist.
Man merkt auch sofort, dass der Unterricht scheinbar etwas ungeordneter abläuft als bei uns in Deutschland. Wenn ich etwas in die Klasse frage, dann werden die Antworten einfach laut gerufen ohne sich zu melden bzw. wenn jemand antwortet wird dazwischen gerufen, sodass man die eigentliche Antwort nicht versteht. Da werde ich demnächst also einige neue Regeln einführen, um ein bisschen mehr Ordnung in den Unterricht zu bringen. Auf der anderen Seite gibt es hier teilweise aber auch strengere Regeln als bei uns. So fragt mich beispielsweise jedes einzelne Kind wenn es in die Klasse kommen will ob es rein kommen darf. Egal ob es am Ende der Pause ist oder wenn jemand kurz zur Toilette war. Wenn die Kinder antworten stehen sie auf und sprechen erst dann. Und sie fragen um Erlaubnis ob sie was trinken dürfen.
Da ich wie gesagt keine weiteren Informationen bekommen habe, wurde ich dann auch schon nach kurzer Zeit von einer Klingel überrascht. Ich habe die Kinder dann gefragt was die Klingel zu bedeuten hat und sie meinten, dass sie jetzt eine Pause hätten und auf dem Schulhof spielen könnten. Die Tatsache, dass die Kinder mir gesagt haben, dass die Pause 40 Minuten lang ist und ich keine anderen Kinder auf dem Schulhof gesehen habe, hat mich etwas misstrauisch gemacht. Ich habe ihnen dann aber immerhin 5 Minuten Pause erlaubt, was die Kinder dann auch ohne Einwände akzeptiert haben. Vielleicht habe ich sie aber auch einfach falsch verstanden 😉
Ohne zu wissen, auf welchem Stand die Kinder sind, habe ich mit einer Wiederholung von Inhalten angefangen, die ich aus ihrem Schulbuch hatte. Ich habe auch meine eigenen Englisch-Bücher aus der Schulzeit mitgebracht, sodass ich hier auf jeden Fall genug Material habe, um Englisch zu unterrichten. Ich denke, wenn ich jetzt die ersten Stunden hinter mir habe, werde ich mir mal ein paar Ziele überlegen, die ich im Laufe meiner Zeit hier erreichen möchte. Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass es mit dem Vorlesen und der Aussprache bei den meisten noch nicht so gut klappt. Also werde ich daran auf jeden Fall arbeiten. Um den Überblick zu behalten welche Übungen ich mit den Kindern mache, habe ich ein kleines Heft angefangen, in das ich eintrage was ich für die Stunde geplant habe, was ich davon tatsächlich umgesetzt habe und welche Beobachtungen oder Ideen ich während des Unterrichts hatte. So wird sich dann wahrscheinlich auch herauskristallisieren welche Probleme die Kinder noch haben, sodass ich darauf reagieren kann. Ich hoffe, dass ich dann in ein paar Wochen erste Fortschritte sehe und merke, dass der Unterricht auch tatsächlich etwas bewirkt. 🙂

Zum Unterricht im Kloster gibt es dann demnächst nochmal einen eigenen Bericht 😉

Frohes Neues!

Ich wünsche euch allen ein schönes neues Jahr! Ich hoffe ihr habt schön reingefeiert und für mich ein Glas Sekt mitgetrunken. Ich habe mein Silvester hier nämlich verschlafen und nicht gefeiert. Da ich hier im Kloster der einzige bin, der in ein neues Jahr gerutscht ist. Alle anderen hier feiern ihr neues Jahr dann erst in zwei oder drei Monaten. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tals in Pharping gabs dagegen eine große Party, die man bis hier zu uns gehört hat. Hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich vielleicht vorher geguckt ob ich da auch hin kann. Allerdings hätte ich dann noch überlegen müssen wie ich das mit der Übernachtung mache, da hier im Kloster die Tore um ca. halb acht oder so geschlossen werden.
Also bin ich dann pünktlich um 22:15Uhr ins Bett gegangen und habe damit Mitternacht verschlafen. 😉
Einen Sekt trinken konnte ich auch nicht. Den gibt’s hier nämlich nicht und im Kloster ist auch kein Alkohol erlaubt. Das wird dann aber nochmal bei Gelegenheit nachgeholt. 😀

Noch etwas in eigener Sache. Ich habe ein paar Artikel vorbereitet, die ich gerne im Laufe der nächsten Wochen online stellen würde. Allerdings hatte ich jetzt letztens Probleme mit dem Server. Und dazu kommt noch die Schwierigkeit, dass hier ständig das Passwort für das WLan geändert wird und man dann erstmal jemanden finden muss, der es kennt 😉
Also verzeiht mir wenn es manchmal etwas länger dauert.

Und ich habe auch noch nicht ganz so raus, wann man welche Artikel posten sollte. Ich versuche, die Artikel möglichst gleichmäßig zu verteilen. Das hat aber jetzt dazu geführt, dass demnächst ein Beitrag kommt, der schon ein paar Tage älter ist. Ich hoffe, dass ich das noch ein bisschen besser hinbekomme 😉

Spiele mit dem Feuer und Großreinemachen

Wie ich einem anderen Artikel noch berichten werde, ist es in meinem Zimmer manchmal recht kalt. Der Grund sind nackte Betonwände und einfach verglaste Fensterscheiben, durch die es leicht durchzieht. Eine Heizung habe ich auch nicht. Da habe ich mir schon das ein oder andere Mal vorgestellt, wie es wäre eine kleine Tonne in mein Zimmer zu stellen und darin Feuer zu machen. Es würde dann schön warm werden und Licht gäbe es auch. Eigentlich ziemlich praktisch. Nur ich glaube, dass es Probleme mit dem Rauch geben könnte. Geschlossene Räume und so. Dafür reicht der Durchzug hier im Zimmer dann leider doch nicht aus. 😉
Neulich hatten einige Mönche ähnliche Ideen. Ein paar kleinere Mönche haben fast direkt vor der Tür ein kleines Feuer gemacht. Ein paar haben dann direkt daneben rumgealbert und sind breitbeinig über die Flammen gelaufen. Ich war da quasi schon bereit, aufzuspringen und den flammenden Umhang der Mönche zu löschen. Dazu kam es aber zum Glück nicht. 😉
Einem anderen Mönch kam anscheinend neulich der Gedanke, dass er gerne auch ein Lagerfeuer machen möchte. Vielleicht wollte er auch wichtige Dokumente vernichten. Man weiß es nicht genau, da man in dem Häufchen Asche, das übrig geblieben ist, nicht viel erkennen kann. Anders an diesem Feuer war nur, dass es nicht draußen gemacht wurde, sondern hier im Flur auf meiner Etage mitten im Treppenhaus. Als ich da aus meinem Zimmer gekommen bin, dachte ich erst, dass es jetzt bestimmt brennt, weil der Flur so rauchig war. Entsprach in dem Sinne ja auch den Tatsachen. War aber auch zum Glück nur ein kleines Feuerchen. 😀
Für den Fall, dass es hier mal wirklich brennen sollte, frage ich mich wie die Flammen gelöscht werden sollen. Ich kann mir vorstellen, dass es ewig dauert, bis eine Feuerwehr hier ist. Also müssen wahrscheinlich alle mit anpacken und mit Eimern das Feuer löschen bzw. in Schach halten. Für den Fall, dass es mal vor meiner Tür brennen sollte, habe ich mir schon angeschaut, ob ich aus meinem vergitterten Fenster kann. Und das Gitter sieht so aus, dass sich die Schrauben davon ziemlich schnell lösen lassen. 😉
Dass es hier an Wasser nicht mangelt, konnte man jetzt gerade wieder vor ein paar Tagen sehen, denn es war Putztag. Alle Mönche mussten ran und Flure, Bäder, den Tempel und die Zimmer reinigen. Die Treppen haben sich dabei in Wasserfälle verwandelt und in den Fluren stand das Wasser. Glücklicherweise, ist vor meinem Zimmer eine kleine Kante, sodass das Wasser da nicht reingelaufen ist, was es sonst definitiv gemacht hätte.
Die meisten Mönche aus meinem Kloster kommen übrigens aus Indien. Dort fahren sie morgen mit fast dem gesamten Kloster hin, um an einem alljährlichen, großen Treffen teilzunehmen. Zu dem Treffen kommen Mönche aus der ganzen Welt zu dem Ort, wo Buddha höchstpersönlich seine Erleuchtung erlebt hat. Hier im Kloster bleiben nur die kleineren Mönche. Genaue Angaben über die Zahl der verbleibenden Mönche konnte ich nicht bekommen. Zwischen 5 und 20 Mönchen ist alles möglich. Die meisten Mönche, die nach Indien reisen, bleiben dort drei Wochen und kommen dann ins Kloster zurück. Der Rest bleibt für drei Monate dort und kommt erst wieder wenn ich wieder in Deutschland bin.

Ein paar Worte zu Weihnachten

Weihnachten ist jetzt mittlerweile wieder vorbei. Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Fest, einen leckeren Weihnachtsbraten und habt tolle Geschenke bekommen. Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, war mein Weihnachten sehr anders als in Deutschland. So richtige Weihnachtsstimmung ist hier nie aufgekommen. Die Leute im Kloster sind alle Buddhisten und der Großteil der nepalesischen Bevölkerung sind Hindus. Da konnte also gar nicht so etwas wie eine Weihnachtsstimmung entstehen. 😉
Am 24.12. habe ich im Unterricht im Kloster und der Schule jeweils kurz Weihnachten angesprochen und wie wir das in Deutschland feiern. Beziehungsweise wie wir das in unserer Familie feiern, da es da ja sicherlich auch Unterschiede gibt. Die meisten wussten, dass Weihnachten ist und haben mir dann auch fröhliche Weihnachten gewünscht. In der Bibliothek hier im Kloster habe ich ein Buch über Deutschland gefunden, dass sogar ein Foto von einer Familie vor einem Weihnachtsbaum hatte. Das habe ich dann noch rumgezeigt und zumindest die Kinder in der Schule waren begeistert und wollten viel darüber wissen. Die Mönche im Kloster schienen eher weniger interessiert zu sein.
In der Schule gibt es scheinbar genau einen christlichen Jungen, der mir dann auch voller Stolz die Hand geschüttelt hat. An Heiligabend war normaler Unterricht, wo der Junge aber zu Hause geblieben ist. Am darauffolgenden Tag hatten dann alle einen Tag schulfrei.
Neben den Weihnachtsgrüßen, die ich hier sporadisch bekommen habe, gab es sogar ein kleines Geschenk. Als ich an Heiligabend in der Schule war, habe ich von der einen Klasse eine kleine Kung-Fu-Panda Spielfigur bekommen und zwei kleine Sträuße mit künstlichen Blumen. Sehr witzig. Die Blumen und die Figur habe ich mir zur Dekoration ins Fenster meines Zimmers gestellt. 😀
Als ich diese Reise geplant habe, war mir klar, dass ich damit Weihnachten verpassen würde. Da dachte ich mir aber, dass ich ja jedes Jahr Weihnachten habe und ich es dann ja nächstes Jahr dann wieder erleben werde. Aber irgendwie bin ich schon ein bisschen traurig das verpasst zu haben. Auch wenn es dieses Mal keine weiße Weihnachten in Deutschland gab, ist es ja doch immer eine besondere Zeit. Und ich konnte einer meiner Lieblingstraditionen dieses Jahr nicht nachgehen. Jedes Jahr zeigt das öffentliche-rechtliche Fernsehen den Film “Ist das Leben nicht schön” mit James Stewart. Aus irgendeinem mir nicht ganz zugänglichem Grund wird der Film erst spät in der Nacht an Heiligabend gezeigt. Bei Müllers zu Hause sind dann schon alle nach dem leckeren Weihnachtsessen und der Bescherung im Bett und ich mache es mir dann auf dem Sofa gemütlich, um mir diesen tollen Weihnachtsfilm anzugucken. Mal gucken, vielleicht werde ich den Film dann nachholen wenn ich zurück bin. Wobei es dann ja auch nur noch 10 Monate bis zum nächsten Weihnachtsfest sind. 😉

Geschichten und Legenden

Wie versprochen jetzt einige Geschichten, die ich hier im Laufe der ersten Tage aufgeschnappt habe.

Bei unserer Sightseeing Tour sind wir auch am Königspalast gewesen. Nepal bestand mal aus vielen einzelnen Königreichen, die dann alle von einem bestimmten König vereinigt wurden. Dieser lebte dann in Kathmandu. Direkt neben dem Palast gab es ein Haus, indem die Göttin des Königs in Gestalt einer Frau gelebt hat. Dies war nur dem König bekannt. Und so hat er sich jeden Tag heimlich zu diesem Haus geschlichen, um sich von der Göttin beraten zu lassen. Bis eines Tages die Frau des Königs misstrauisch wurde und dem König gefolgt ist. Sie hat dann ebenfalls die Göttin gesehen, was diese bemerkt hat. Daraufhin ist die Göttin verschwunden und hat dem König danach nicht mehr geholfen. Eines Tages ist sie ihm dann noch einmal im Traum erschienen und hat ihm aufgetragen, ein Mädchen mit bestimmten Merkmalen zu finden. In diesem Mädchen würde die Göttin sich quasi aufhalten. Seit diesem Tag gibt es den Brauch der Kumari. Die so ausgewählten Mädchen wohnen das ganze Jahr über im gleichen Haus und dürfen dieses nicht verlassen. Nur zu bestimmten Festen, die es ca. zwei Mal im Jahr gibt, verlassen die Kumari das Haus und werden auf einem Wagen durch die Stadt gezogen. Dabei darf eine Kumari jedoch nicht den Boden berühren und wird deswegen getragen wenn sie nicht in ihrem Wagen sitzt. Die Mädchen sind meistens zwischen drei und vier Jahren alt wenn sie als Kumari ausgewählt werden. Diesen Posten behalten sie solange bis sie das erste Mal Blut verlieren, sei es durch eine äußerliche Verletzung oder durch die Menstruation. Das ist dann das Zeichen, dass die Göttin das Mädchen verlassen hat und es wird ein neues Mädchen ausgewählt. Das Mädchen, dass dann keine Kumari mehr ist, kehrt dann in ein ganz normales Leben zurück. Mittlerweile hat ein Mädchen, dass Kumari war, keine besonderen gesellschaftlichen Nachteile mehr. Früher galt es als unglückbringend wenn man eine ehemalige Kumari geheiratet hat. Heute ist das nicht mehr so. Eine ehemalige Kumari ist sogar danach Computerwissenschaftlerin geworden. 🙂

Eine weitere Station bei unseren Sightseeing Touren in Kathmandu war auch der “Monkey Temple”. Der heißt eigentlich anders, aber alle nennen ihn so, weil es dort viele Affen gibt, die sich dort frei bewegen können. Über diesen Tempel wurden mir zwei verschiedene Legenden erzählt wie er entstanden sein soll und ich hoffe, dass ich bei der Nacherzählung nichts verwechsle oder falsch erzähle.
In der ersten Geschichte bestand das Kathmandu Tal einmal vor langer Zeit aus einem riesigen See. Irgendjemand ist dann auf diesem See gewesen und hat eine kleine Insel entdeckt, die er wunderschön fand. Also ist er zu der Insel mit dem Boot gefahren und hat dort einen Tempel errichtet. Dann hat er mit seinem magischen Schwert einen Teil des Berges abgeschnitten, sodass das Wasser verschwunden ist. Der Tempel steht auch nach wie vor noch auf der Spitze eines kleinen Berges.
Die zweite Version geht so: Auch hier ist das Kathmandu Tal vor langer Zeit ein See gewesen. Doch anstelle einer Insel, wurde hier eine Stelle im See gewählt, die besonders schön war. Dort hat derjenige, der die Stelle gefunden hat dann einen Pflanzensamen hinein geworfen. Daraus ist dann eine Pflanze gewachsen, deren Blüte eine brennende Kerze umschlossen hat. Hierauf wurde dann der Tempel gebaut.

Ich hoffe, dass ich die Geschichten korrekt wiedergegeben habe und nichts während der Übersetzung von Nepalesisch über das Englische ins Deutsche verloren gegangen ist. 😉